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Dream Team ist Europameister!

Am Ende herrschte großer Jubel bei der Rollkunstlauf-Europameisterschaft für Show und Formationslauf im prall gefüllten Palasport Giulio Bigi  in Reggio Emilia (Italien) und das Dream Team um Trainerin Annette Ziegenhagen-Gielnik (Einbeck) durfte feiern. Die Mühen der zahllosen Trainingseinheiten an vielen Wochenenden hatten sich gelohnt. Europameister!!! Zuletzt konnte man diesen Titel bei der Heim-EM in Bremerhaven 2015 feiern. Am Ende distanzierte man die Konkurrenz sogar relativ deutlich. Dies war so 3 Tage zuvor noch nicht abzusehen, hatte sich doch mit Laura Schäfer (Hanau) eine zentrale Läuferin bereits im ersten Training auf italienischem Boden eine Handverletzung zugezogen, die einen Einsatz unmöglich machte. So mussten einige Positionen umgestellt werden, was in einer auf Präzision ausgerichteten Disziplin kein einfaches Unterfangen darstellt. Die fünf zur Verfügung stehenden Trainingseinheiten und zahlreiche Videoanalysen wurden intensiv genutzt und so konnte das Team hoffnungsvoll an den Start gehen. Mit Startnummer 3 ging es, eingerahmt von der starken italienischen Konkurrenz, in den Wettbewerb. Das Programm Battlecry kam bei Publikum und Wertungsrichtern gleichermaßen gut an. So konnten 2 Punkte Abzug durch zwei Stürze verkraftet werden. Am Ende reichten 48.90 Punkte, um vor dem Monza Precision Team (43.69) und Sincro Roller (41.10) aus Italien verdient den Europameistertitel bejubeln zu können. Mit dem Magic Team NRW belegte eine zweite deutsche Formation Rang 6. An dieser Stelle gute Besserung an Laura, die wir hoffentlich sehr bald wieder auf der Fläche sehen dürfen. Ab sofort gilt es, die gewonnenen Erkenntnisse im Training umzusetzen, um bei der WM im Juli in Barcelona ein noch besseres Programm auf die Fläche zu bringen. Am 11.07. gilt es, neben den europäischen Teams dann auch der Konkurrenz, die insbesondere aus Argentinien kommen dürfte, Paroli zu bieten.

 

Bissendorfer Panther – Deutscher Jugendmeister 2018

Nach einem grandiosen Turnier in heimischer Halle machte die Jugend (U16) der Bissendorfer Panther das 20-jährige Vereinsjubiläum perfekt: das Team um Trainer Mirco Uttke wurde Deutscher Jugendmeister!

Nachdem die jungen Panther am ersten Turniertag alle Vorrundenspiele der Gruppe A gegen den Crefelder SC (5:0), Deggendorf Pflanz (3:1), die Rostocker Nasenbären (6:1) und die IVA Rhein.Main-Patriots (7:0) gewinnen konnten, ging es am Sonntag als Gruppenerster in die Finalrunde.

Viertelfinalgegner waren dann die Red Devils Berlin, die sich am frühen Morgen als Vierter der Gruppe B gegen den Fünften der Gruppe A durchsetzen und somit für das Viertelfinale qualifizieren konnten. Auch in diesem Spiel zeigten die Hausherren (und -damen), wer hier das Sagen hat und zogen mit einem ungefährdeten 5:0 Sieg ins Halbfinale ein.

Der Gegner des Halbfinales hieß IHC Atting, der sich seinerseits im Viertelfinale mit 4:2 gegen Deggendorf Pflanz behaupten konnte. Zwar machte es die Abwehr der Bayernmeister und deren Goalie den Niedersachsen zunächst nicht ganz leicht, aber auch in dieser Begegnung wurde recht bald deutlich, wer in das Finale gegen die Düsseldorf Rams, die sich zuvor mit einem Sieg 4:1 über den Crefelder SC qualifiziert hatten, einziehen würde: Bissendorfer Panther! Die Partie gegen Atting endete schließlich mit 5:1.

Das Finale am Sonntagabend in der vollbesetzten Wedemarksporthalle wurde dann zu einem echten Krimi. Beide Teams, Niedersachsenmeister Bissendorfer Panther sowie NRW-Meister Düsseldorf Rams, wollten nun den großen Pott und mobilisierten noch einmal all ihre Kräfte. Zu sehen bekamen die Zuschauer temporeiches Inlineskaterhockey auf höchstem Niveau. Aber was Moral und Kampfgeist betrifft, da waren die Panther an diesem Wochenende einfach nicht zu toppen. Denn sehr zum Entsetzen des Panther-Fanblocks gingen die Düsseldorfer zunächst durch zwei sehr unglückliche Tore und eine Eins-auf-Null-Situation mit 3 Toren in Führung. Die Nerven der Wedemärker Fans auf der Tribüne lagen blank, offenbar aber nicht die der Spieler… Was dann folgte, das war Siegeswille pur: innerhalb weniger Minuten drehten die Panther den Spieß um. Eben noch sah man den Traum vom Meistertitel platzen, dann stand plötzlich ein 5:3 für die Hausherren auf der Anzeigentafel. Der Sieg war nun zum Greifen nahe. Zwar musste die Panther-Gemeinde noch einmal zittern als Düsseldorf den Anschlusstreffer zum 5:4 markierte, aber die Panther ließen nichts mehr anbrennen und sicherten sich mit diesem Endergebnis den Titel: Deutscher Jugendmeister 2018!

Auch das ist für die Panther ein Jubiläum: Nach diversen Vizemeistertiteln und dritten Plätzen auf Deutschen Meisterschaften darf sich nun nach 10 Jahren endlich ein Team der Bissendorfer Panther wieder Deutscher Meister nennen. Eine hohe Auszeichnung für die hervorragende Nachwuchsarbeit in diesem Verein und natürlich für die Jugendlichen, die einen großen Teil ihrer Freizeit mit viel Ehrgeiz bei ihrem Lieblingssport verbringen.

Zusätzlich zum Meistertitel wurden neben Nico Radocaj, Tom Klein (beide Düsseldorf Rams) und Dean Conner Flemming (Sputniks Fürstenwalde) auch noch zwei Panther ins Allstar-Team gewählt: Maja Dyck als bester Goalie und Jean-Lennert Reckert als einer der 4 besten Feldspieler des Turniers.

Die Platzierungen: 1. Bissendorfer Panther (Deutscher Jugendmeister), 2. Düsseldorf Rams (Deutscher Jugend-Vizemeister), 3. Crefelder SC, 4. IHC Atting, 5. Sputniks Fürstenwalde, 6. Rostocker Nasenbären, 7. Red Devils Berlin, 8. Deggendorf Pflanz, IVA Rhein-Main Patriots, 10. Freiburg Beasts

Wir bedanken uns bei allen fleißigen Helfern und Unterstützern vor, während und nach dem Turnier, ohne die die Ausrichtung eines solchen Events nicht denkbar wäre, sowie bei all unseren tollen Gästen und Zuschauern, die die voll besetzte Halle zum Beben gebracht haben!

Unsere Deutschen Jugendmeister sind: Kapitän Jean-Lennert Reckert, Assistent Maarten Riemer, Goalie Maja Dyck, Erik Schöler, Lasse Michaelsen, Joshua Döhring, Luc Conseil, Robin Meyer, Torben Hemme, Jenny Schmieta, Maleen Stahlhut, Maximilian Siebert und Marc Wegener mit Trainer Mirco Uttke, Co. Trainer Leon Rien und Betreuerin Wietje Rie

25 Jahre Rennen im Wendland

Inlineskaten als Wettkampfsport hatte seine frühen Keimzellen in Niedersachsen sowohl in der Stadt als auf dem Lande. Hannovers erste Rennen organisierte Detlef Seeska von 1993 bis 1995 in der Eilenriede nahe dem Zoo. In Prezelle im Wendland, jahrzehntelang dünn besiedeltes Zonenrandgebiet und vor allem durch das nahe Gorleben bekannt geworden, ist ein Aktivposten im ländlichen Raum gewesen. Mit dem Volkslauf 2018 kann die IGAS Wendland auf 25 Jahre Inlinerennen im Wendland zurückschauen.

Mit dem ersten IGASlon in 2018 wurde ein neues Wettkampfformat entwickelt. Der Historiker Stefan Weigang (Garbsen) berichtet über